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Die Grafikkarte ist eine der wichtigsten Baugruppen des NKC zur Interaktion mit dem Anwender. Neben einer einfachen Karte zur Darstellung von Text gab es zwei Varianten einer grafikfähigen Karte mit dem Grafikprozessor EF9366. Die Grafikkarten sind mit eigenem Speicher versehen, in dem die Bilddaten abgelegt werden.

Späte wurde eine Karte entwickelt, die die Darstellung farbiger Texte und Grafiken ermöglichte. Eine zusätzliche Erweiterung gestattete die Darstellung von gleichzeitig 256 Farben aus einer Palette von 256K Farben mit Hilfe einer Farbtabelle.
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Die beiden Buchstaben HS stehen für "High Speed", denn mit der GDP64HS wird der Nachteil des langsamen Scrollings bei der GDP64K aufgehoben.


Um ein verzögerungsfreies Scrolling des Bildschirminhaltes zu erreichen, werden die im Bildschirmspeicher enthaltenen Daten nicht verändert sondern vielmehr die Adressierung des Speichers manipuliert. Dabei wird zu der Adresse des Grafikprozessors ein Wert addiert, der die gewünschte Scrollposition angibt. Die zu addierende Adresse (Scrollposition) wird über den Port 61 in die GDP64HS geschrieben. Dadurch, dass die Bilddaten für jede darzustellende Pixelzeile in aufsteigender Reihenfolge im Bildspeicher vorliegen, kann ein sanftes scrollen erzeugt werden, indem man die Scrolladresse mehrfach nur um eine Pixelzeile erhöht.


Durch den sogenannten RMW-Modus werden schreibende (pixelerzeugende) Zugriffe auf den Bildschirmspeicher so ausgeführt, dass bereits gesetzte Pixel bei erneutem Beschreiben gelöscht werden. Das entspricht im Prinzip einer Exklusiv-Oder-Verknüpfung und erlaubt die einfache Darstellung eines Mauszeigers oder Cursors, ohne den Hintergrund zu zerstören.


Das Auslesen des Bildspeichers läuft parallel zum Auslesen des Bildspeichers an den Monitor. Durch einen Befehl an den Grafikcontroller kann jeweils ein Byte an den Speicher übertragen werden. Dadurch wird in Verbindung mit entsprechender Software auch eine Hardcopy (Ausdruck des Bilschirms auf dem Drucker) möglich.




GDP64HS
36 Seiten
670 KByte
Aus dem Inhalt
Einführung, Technische Daten, Prinzipbeschreibung, Aufbauanleitung, Testanleitung, Fehlersuchanleitung, Schaltungsbeschreibung, Anwendungsbeispiel, Diverses, Unterlagen zu den verwendeten ICs, Literatur, Schaltplan, Bestückungsplan, Layouts
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